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Windlicht filzen

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Schwierigkeitsgrad:

leicht


Benötigte Zeit:

60 min


Materialien:

10 gr. Wolle , Noppenfolie, Olivenölseife, Ballbrause, Wasserkocher, Handtuch, Glas, Maßband oder Lineal, wasserfester Stift


Beispielwerke:




Die folgende Anleitung erläutert die Fertigung eines Windlichtes mit Hilfe der Hohlkörpertechnik. Verwendet wird für diese Technik eine Schablone. Die Schablone stelle ich aus Noppenfolie her. Man kann aber auch Trittschalldämmung, Leder oder alte Isomatten benutzen und daraus Schablonen ausschneiden.

Berechnung der Schablone für ein vorhandenes Glas

Beispiel: ein Glas hat die Maße: oberer Umfang von 28cm, unten einen Umfang von 22cm und eine Höhe von 8cm. Für die Schablone wird nun Folgendes berechnet: oberer Umfang des Glases :2 = 14cm x 1,2 (Schrumpffaktor), unterer Umfang :2 = 11cm x 1,2, die Höhe 8cm x 1,2. Soll der Rand des Windlichtfilzes über den Glasrand schauen, dann muss entsprechend noch etwas dazu gegeben werden. Bei diesen Glasmaßen hat die Schablone folgende Maße: Breite oben: 16,8cm, Breite unten 13,2cm, Höhe: 9,6cm.

 

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Im ersten Schritt wird eine dünne Schicht Wolle so auf die Schablone ausgelegt, dass etwas Wolle über den unteren und seitlichen Rand der Schablone hinaussteht. Nur der obere Bereich der Schablone, da wo auch die Glasöffnung ist, wird freigelassen.

 

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Dann wird die Wolle angefeuchtet und mit einer Noppenfolie abgedeckt. Das Ganze vorsichtig flach drücken und die ganze Arbeit wenden. Nun wird der überstehende Rand umgeschlagen und die nächste Schicht Wolle wird wieder mit etwas Überstand aufgelegt. Auch hier wieder den oberen Rand der Schablone frei lassen. Das ganze wird wieder angefeuchtet, vorsichtig flach gedrückt und gewendet. Auch auf dieser Seite wird der überstehende Rand wieder umgeschlagen und es kann die nächste Schicht Wolle aufgelegt werden. Dieses Verfahren wird so lang wiederholt bis die gewünschte Anzahl an Wolllagen aufgelegt wurde. Für ein Windlicht verwende ich drei bis vier sehr dünne Lagen Wolle. Sehr schön wirkt Wensleydalewolle, da sie einen schönen transparenten Filz ergibt und zudem eine sehr schöne Struktur hat. Man kann aber auch Merinowolle benutzen. Wichtig ist das die Wolle dünn ausgelegt wird, da später noch Licht durch den Filz scheinen soll.

 

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Möchte man ein Muster auf der Außenseite des Windlichtes haben, wird als letzte Schicht das Muster aufgelegt. Wieder erst auf der einen Schablonenseite, alles nässen und umdrehen und auf dieser Seite ebenfalls ein Muster auflegen.

 

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Nach dem Auflegen der Wolle kann mit Hilfe der Reibetechnik das Filzstück angefilzt werden. Dabei von außen nach innen arbeiten, damit sich an den Rändern keine Wülste bilden. Ich verwende Noppenfolie zum Abdecken des Filzstücks und reibe anfangs auf der Folie.

 

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Sobald sich die Fasern etwas verdichtet haben entferne ich die Folie und reibe direkt auf dem Filz.

 

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Ist ein stabiler Faserverbund entstanden wird die Schablone entnommen und der Filz gewalkt.

 

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Zwischen dem Walken den Filz immer wieder über das Glas ziehen und die Größe kontrollieren. Windlichter und Filzobjekte, die nur als Dekoration verwendet werden, müssen nicht fertig gewalkt werden, da sie keiner großen Abnutzung, zum Beispiel durch Reibung, ausgesetzt sind.

 

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Bevor die endgültige Größe erreicht ist, wird durch Reiben vor allem im Bereich des Glasbodens die Form des Glases herausgearbeitet. Anschliessend gut ausspülen und wieder über das Glas ziehen. Zurechtziehen und auf dem Glas trocknen lassen.


 

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Und so kann es fertig aussehen.

 
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